Spätestens seit der ersten Folge Sex and the City wissen wir: Die Suche nach der großen Liebe ist nicht mehr das, was sie mal war. Sie ist nicht mehr nur Mittel zum Zweck, prekär, beschämend und so schnell wie möglich vorüber. Sie ist unterhaltsam, selbstbewusst, ironisch, sexy, berauschend, sinnlich, betörend, stolz, aufreizend, anmutend. Wie eine Frau auf zwölf Zentimeter hohen Manolo Blahniks. Die Suche nach der Liebe ist ein Lebensgefühl. Genauso, wie die Suche in Singlebörsen.
von Manuel / Jule | Foto: Peliculas | cc-by | 24.November 2009


Highheels Marke Manolo Blahnik stehen für Selbstbewusstsein, Sinnlichkeit und Anmut
Heike von Heymann hat diesen Trend bereits vor elf Jahren erkannt und daraufhin die Plattform
DatingCafe.de gegründet. Eine Zeit, in der auch Sex and the City geboren wurde. "Die vier Titelheldinnen repräsentieren das heutige Singledasein", sagt sie. "Und Online-Dating ist genau auf diese Gesetze zugeschnitten": Es befriedigt die individuellen Ansprüche, es ist zielbewusst, aber spielerisch und es passt in jeden Terminkalender. Eigentlich genau das, was auch Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda sechs Staffeln lang gesucht haben.
1. Willkommen im Zeitalter der Unschuldlosigkeit. Niemand frühstückt mehr bei
Tiffany oder glaubt noch an die große Liebe seines Lebens. Stattdessen frühstücken wir um sieben Uhr früh und versuchen unsere Affären so schnell wie möglich wieder zu vergessen. Selbstschutz und Vertragsabschlüsse dominieren alles. Amor ist aus dem gemachten Nest geflattert. (Carrie)
2. Es gibt Tausende, vielleicht sogar zehntausende Frauen wie diese in der Stadt. Wir alle kennen sie. Und wir sind uns einig, dass sie toll sind: Sie reisen, sie zahlen Steuern. Sie geben ohne mit der Wimper zu zucken 400 Dollar für ein paar Sandalen aus. Und: Sie sind allein. (Carrie)
3. Es ist das moderne Rätsel der Sphinx: Wie kann es so viele fabelhafte ledige Frauen geben, und so gar keine fabelhaften ledigen Männer? (Carrie)
4. Ich habe eine Freundin, die sich immer nur die aufregendsten Männer an Land zog. Sie führte ein richtig gutes Leben. Dann kam der Tag, an dem sie aufwachte und 41 war. Keiner wollte noch mit ihr ausgehen. Sie war körperlich total am Ende und verlor dadurch auch noch ihren Job. Und zog am Ende wieder nach Wisconsin und lebt dort bei ihrer Mutter. Glauben Sie mir: Das ist keine Geschichte, die Männern Kopfschmerzen macht. (Miranda)
5. Sie wollen zwar keine Beziehung mit Dir haben, aber wenn Du nur Sex mit ihnen willst, passt es ihnen auch nicht. Auf einmal bringen sie nicht mehr, was man von ihnen erwartet. (Miranda)
6. Für Frauen gibt es immer nur eine von zwei Kategorien: Entweder schön aber langweilig. Oder bieder und interessant. (Miranda)
7. Wenn ich wirklich Sex hatte, wie ein Mann, warum spürte ich dann nicht mehr Genugtuung? (Carrie)